Donnerstag, 2. Februar 2017

Sternenuntersetzer





Ich brauchte noch ein paar Untersetzer und fand im Netz eine Anleitung für Sternengrannies.
Im Netz fand ich auf diesen Seiten
http://dieschaubude.blogspot.de/2012/01/hakelsterntutorial.html   und
http://dieschaubude.blogspot.de/2012/02/hakelsterndecke-2.html
eine Anleitung, die ich dann noch ein wenig verändert habe.

Und nun geht es los:

1.   Ihr beginnt mit einem Fadenring

2.   Dann häkelt Ihr in den Ring 3 Luftmaschen und 13 Stäbchen. Die Runde wird mit einer Kettmasche geschlossen. Hierbei könnt Ihr den Anfangsfaden umhäkeln, so dass Ihr ihn nicht vernähen müsst.


3.   Nun werden 5 Luftmaschen gehäkelt.


4.   In die zweite LM wird nun eine feste Masche gehäkelt.


5.   In die nächste ein halbes Stäbchen,

6.   nun ein Stäbchen

7.   und dann ein Doppelstäbchen.


8.   Nun wird die Sternspitze mit einer Kettmasche am 3. Stäbchen befestigt. So arbeitet Ihr einmal um den ganzen Kreis.


9.   Der Faden wird abgeschnitten und vernäht, Ihr könnt ihn aber auch in der folgenden Reihe einhäkeln.


10. Nun beginnt Ihr mit der zweiten Farbe. Ihr macht eine Zugschlaufe und befestigt sie mit einer Kettmasche in einer Spitze.  Danach in der ersten (der festen) Masche noch eine feste Masche arbeiten.


11.   Es ist ganz wichtig, dass die Maschen in der Abwärtsreihe nur in den hinteren Faden der Maschen gestochen werden. Dadurch ist der Stern schöner zu erkennen.


12.   Nun kommt in jede Masche eine Masche in folgender Reihenfolge:
ein halbes Stäbchen, ein Stäbchen, ein Doppelstäbchen   -   nun seid Ihr unten in der Mitte angekommen, dort werden um die Häkelnadel 3 Schlaufen geschlungen (wie Doppelstäbchen +1)  -  und nun hinauf Doppelstäbchen, Stäbchen, halbes Stäbchen und feste Masche. Zum Schluss in der Spitze wieder die Kettmasche.
So geht es auf und ab - einmal rund.


13.   Jetzt hat das ganze schon eine runde Form.


14. Nun wird darüber eine Reihe Stäbchen gehäkelt, über der Sternspitze häkelt Ihr 2 Stäbchen in eine Masche. Die Reihe wird mit einer Kettmasche geschlossen.


15.   Wieder kommt eine Reihe mit Stäbchen, nun werden in jede 6. Masche zwei Stäbchen gearbeitet. Die Reihe wird mit einer Kettmasche geschlossen.


16.   Zum Abschluss habe ich für den Rand 3 Luftmaschen gearbeitet, ein Stäbchen übersprungen und in das übernächste eine Kettmasche gemacht, * 2 Luftmaschen, eine Kettmasche in das übernächste Stäbchen *   Die Folge zwischen den Sternen bis zum Ende der Reihe wiederholen und mit einer Kettmasche um die erste Luftmasche die Reihe schließen.

17.   Faden abschneiden und vernähen.

So, ich hoffe, Ihr habt genauso viel Spaß an der Arbeit wie ich.

Gudrun

Italienisches Anschlagen - meine liebste Anschlagsvariante


Hier zeige ich Euch meine liebste Variante, einen Maschenanschlag zu machen.


Der Vorteil ist, dass er fest, elastisch und sehr ebenmäßig ist.

Wenn Ihr die nötige Maschenzahl ausgerechnet habt, teilt Ihr sie durch 2 und addiert noch 1 dazu.
So habt Ihr die vorläufige Anzahl und nehmt sie mit einem Hilfsgarn auf. Dafür braucht Ihr die Maschen nur aufzustricken.
Dann strickt Ihr noch eine Reihe rechte Maschen darüber.


Nun wechselt Ihr zum eigentlich zu verwendenden Garn und strickt glatt rechts vier Reihen.


Danach nehmt Ihr den unteren Rand und arbeitet ihn wie folgt in die vorhandene Reihe ein:
Ihr strickt die erste Masche links ab und nehmt dann den ersten Querfaden der Originalfarbe und strickt daraus eine rechte Masche. So arbeitet Ihr die ganze Reihe ab, es ergibt sich ein Bündchen im Rechts-Links-Muster.
Es hat sich eine Reihe mit ungerader Maschenzahl ergeben und wenn Ihr eine gerade Zahl benötigt, müsst Ihr am Ende der letzten Bündchenreihe 2 Maschen zusammen stricken.



Wenn Ihr das Bündchen fertig gestrickt habt, muss noch der Hilfsfaden entfernt werden.
Dazu nehmt Ihr das Ende der Hinreihe und zieht das lose Fadenende vorsichtig heraus.


Nun löst sich der Hilfsanschlag ohne Probleme.


Und so sieht es dann fertig aus.


Das Schöne hieran ist der gleichmäßige Rand, der elastisch ist und wie industriell gefertigt aussieht.

So, das war es für heute, ich wünsche Euch viel Spaß beim Nacharbeiten!

Gudrun

Sonntag, 21. Februar 2016

Ein Deckchen nähen


So etwas wollte ich schon länger ausprobieren.

Ich hatte vor einiger Zeit ein Konvolut an alten weißen Bettüchern und Kopfkissen geschenkt bekommen und wollte sie nun zu "Vintagedeko" verarbeiten.

Also nahm ich 2 Lagen weißen Stoff  und eine Lage Füllung, um sie zuzuschneiden.

Da ich solch großen Zirkel nicht hatte, nahm ich - getreu dem Motto "Not macht erfinderisch" - einfach meinen kleinen Tisch als Vorlage.


Zusätzlich markierte ich noch zwei weitere Kreise , die ich später quilten wollte.




Die drei Lagen wurden jetzt von Hand gequiltet und anschließend fasste ich alle drei Lagen zusammen und heftete sie mit ZickZackStich mit der Nähmaschine aneinander.


Um das Deckchen wurde dann ein gefalztes Schrägband genäht.




Die Rückseite des Randes habe ich von Hand angenäht. Das finde ich schöner.




Und so sieht das Deckchen an seinem neuen Platz aus.


Freitag, 20. November 2015

Kuschelkissen

Ich habe ein rustikales Garn für die Nadelstärke Nr.5 ausgewählt, aber auch sehr glattes Merinogarn sieht damit schön aus, es wirkt eleganter.

Ich habe also mit der ach so beliebten Maschenprobe begonnen - 20 Maschen im gewünschten Muster ca 10cm hochstricken - damit die richtige Maschenzahl angeschlagen werden konnte.
Zuerst werden - weil ich dickes Garn genommen habe nur - 6 Reihen im Bündchenmuster gestrickt, danach ca 5cm glatt rechts.


Dann habe ich eine Rückreihe mit rechten Maschen gestrickt, dadurch lässt sich die Rückseite sehr schön umlegen.


Danach wird das Vorderteil mit dem gewünschten Muster gestrickt, in diesem Fall 40cm hoch.
Dann ist die obere Kante des Vorderteils erreicht.
Wieder wird die Rückreihe mit rechten Maschen gestrickt.


Dann folgt der Rest der Rückseite, wieder in glatt rechts gestrickt. Und zwar so viel, dass das Gestrickte auf die obere Kante der unteren (zuerst gestrickten) Rückseite trifft.
Nun muss wieder ein Bündchen gestrickt werden, das die gleiche Höhe hat wie das erste (hier 6 Reihen).

In dieses müssen allerdings 3 Knopflöcher gearbeitet werden (in der 3. Bündchenreihe).
Das geht so:
Die Knopflöcher haben jeweils eine Breite von 2 Maschen. Ihr müsst also von der Gesamtzahl der Maschen (bei mir 70) 3x2Maschen abziehen            70-6=64
Dier restlichen Maschen verteilt Ihr auf 4 Teile      64 : 4=16
Das verteilt sich dann wie folgt:
16 Maschen stricken  / 2 Maschen abketten  / 16 Maschen stricken  / 2 Maschen abketten   /  16 Maschen stricken  / 2 Maschen abketten  / 16 Maschen stricken


In der nächsten Reihe werden die abgeketteten Maschen wieder neu angeschlagen. (Sie werden aus der letzten Masche vor dem Abketten herausgestrickt)


Nach weiteren 2 Reihen kettet Ihr in der folgenden Hinreihe ab.

Nun werden die beiden Seiten aufeinandergelegt und zusammen gehäkelt. Achtet bitte darauf, dass das große Teil auf dem kleinen liegt, sonst funktionieren die Knopflöcher nicht.

Wenn Ihr schöne Knöpfe findet, könnt Ihr das Kissen von beiden Seiten benutzen.

Als Verschluss können aber auch Druckknöpfe angenäht werden, allerdings sieht man, wo sie befestigt wurden.
Ihr könnt auch einfach einen Faden des Garns an den errechneten Stellen durch beide Bündchen ziehen und dann mit einer Schleife schließen.

Ich habe meine Bezüge für Kissen mit dem Maß 40x40cm gestrickt.


So, das war es schon!

Falls Ihr es auch versucht - viel Vergnügen!

Liebe Grüße
Gudrun

Mittwoch, 21. Oktober 2015

Blumentöpfe mit einem Strickmantel verschönern



Weil ich im Geschäft keinen schönen Übertopf für eine neu erstandene Pflanze fand, kam ich auf die Idee, den einfachsten und billigsten mitzunehmen und ihm ein Strickkleid zu verpassen.
Wichtig ist hierbei aber, dass der obere Durchmesser ca 2-3cm mehr beträgt als der Plastiktopf, in dem die Pflanze ist.

Zuerst habe ich eine Maschenprobe in dem geplanten Strickmuster gemacht und ausgerechnet, wieviel Maschen gebraucht wurden.
Damit die Hülle auch später unter dem Topf hält, habe ich erst ein Viertel der Maschen angeschlagen und diese abgestrickt.


Dann habe ich sie zur Runde geschlossen und die Maschenzahl verdoppelt.wieder eine Runde gestrickt und dann noch einmal jede Masche verdoppelt.


Ab jetzt wird einfach hochgestrickt.
Es ist hilfreich, den Anfang der Reihe mit einer kleinen Schlaufe zu markieren, sie wird dann von Reihe zu Reihe weiter mitgenommen.


Wenn der Topf vollkommen im Strickmantel verschwindet, wird eine Reihe mit linken Maschen gestrickt, die folgende mit rechten.
Das ist nötig, damit ein Knick entsteht, damit der obere Rand in den Topf rutscht.




Ab der linken Reihe noch 3 cm stricken, dann wird locker abgekettet.
Das Mäntelchen wird angezogen und fertig ist ein neuer Übertopf.

Wenn ihr Lust habt, versucht es auch einmal, es ist kein Hexenwerk und es gibt so viel schöne Muster, die man umsetzen kann.


Viel Spaß beim Ausprobieren.
Gudrun

Mittwoch, 19. August 2015

Spüllappen stricken

Hallo Ihr Lieben,
in letzter Zeit habe ich bei einigen Bloggerinnen und Instas gehäkelte Spüllappen gesehen.

Weil ich lieber stricke und mein Daumen gerne beim Häkeln streikt, habe ich mir welche gestrickt.
Es brauchte einige Versuche, bis ich wusste, wie sie mir am besten gefallen.


Inzwischen nehme ich gerne Topflappengarn und stricke recht fest verschiedene Rechts-Links-Muster.
Die Nadelstärke nehme ich eine Größe kleiner als angegeben, das ist etwas mühseliger aber das Gestrick ist so fest, dass man nicht mit den Fingern durch die Maschen rutscht.


Ich schlage 31 Maschen an und verwende dann folgende Muster:

1.Reihe: 1Masche rechts, 1Masche links, dieses wiederholen bis zum Ende der Reihe
2.Reihe und alle folgenden wie die erste


1.Reihe:alle Maschen rechts stricken
2.Reihe: 1Masche abheben, *1Masche links, 1Masche rechts* bis zum Ende wiederholen letzte Masche links stricken


Hierfür werden 32 Maschen aufgeschlagen
1.Reihe: 1.Masche wie gewohnt abheben, *2Maschen rechts, 2Maschen links* die letzte Masche links stricken
2.Reihe: 1.Masche abheben, rechte Maschen auf rechte und linke Maschen auf linke setzen, die letzte Masche links stricken
3.Reihe: 1.Masche abheben, *2Maschen links, 2Maschen rechts* die letzte Masche links stricken
4.Reihe: 1.Masche abheben, rechte Maschen auf rechte und linke Maschen auf linke setzen, die letzte Masche links stricken
die erste bis vierte Reihe wiederholen


Ihr strickt dann so lange hoch, bis der Lappen ein Quadrat ergibt. Ich gebe hier keine Reihenzahl an, weil das Gestrickte immer wieder unterschiedlich ausfallen kann.

In einer Hinreihe kettet Ihr ab, die letzte Masche nehmt Ihr dann um den Rand zu häkeln.
Ihr arbeitet dafür gegen den Uhrzeigersinn.
Ich habe gerne eine feste Masche und eine Luftmasche genommen.
Dafür stecht Ihr dann in die Randmaschen ein, macht die feste Masche, es folgt eine Luftmasche und Ihr wiederholt den Vorgang bis zur Ecke.
Hier macht Ihr dreimal die feste Masche und Luftmasche um dann auf dem Anschlagsrand nur in jede 2.Masche einzustechen.
So geht Ihr an allen Ecken vor und an den anderen beiden Seiten.
Zum Schluss der Runde arbeitete Ihr ja noch die Ecke mit 3 festen Maschen und Luftmaschen um dann die Runde mit einer Kettmasche in die erste feste Masche zu schließen.



Wenn der Lappen so ein richtiger Scheuerlappen werden soll, nehme ich 2 Fäden von dünnerem mercerisiertem Garn und stricke es mit Nadelstärke 4,5.

Vielleicht habt Ihr ja Lust, das so auch einmal auszuprobieren.

Ich wünsche Euch viel Spaß und denkt dran:
Nach dem Putzen ist vor dem Putzen!
Und dann soll doch wenigstens das Handwerkszeug schön sein.

Und falls Ihr Euch wundert, warum die Lappen grün sind, bei mir eine untypische Farbe, ich habe sie als Geburtstagsgeschenk für eine Grünliebhaberin gestrickt. (Und die Gelegenheit für Fotos genutzt.)



Viel Spaß beim Ausprobieren.
Gudrun